Pränataldiagnostik

Unter Pränataldiagnostik werden alle vorgeburtlichen Untersuchungen verstanden, die Informationen über den Gesundheitszustand ihres Kindes vermitteln. Zu den Untersuchungsmethoden zählen wir, die bildgebenden Verfahren wie Ultraschall, Informationen aus dem Blut der Mutter oder invasive Diagnostik wie Chorionzottenbiopsie und/oder Amniozentese.

Eine Pränataldiagnostik ergibt grundsätzlich eine Information, welche sich auf den weiteren Schwangerschaftsverlauf auswirkt. Der individuelle Beratung der Eltern vor jeder Untersuchung messen wir grosse Bedeutung zu.
Unser Ziel ist es, die Bedeutung der Untersuchung und der erhobenen Befunde und Konsequenzen sprachlich und emphatisch zu vermitteln um letztendlich eine Entscheidungsfindung zu ermöglichen und zu unterstützen.

Wir sind uns der Grenzen der technischen und menschlichen Machbarkeit bewusst, reflektieren unsere Handlungen mit unseren ethischen Standpunkten und unserer Betreuungsphilosophie.

In der Schweiz sind nach Krankenversicherungsgesetz bei normalem Schwangerschaftsverlauf zwei Ultraschalluntersuchungen vorgesehen:

1. Ultraschallscreening zwischen der 11. – 14. Schwangerschaftswoche

  • zur Bestätigung einer normal entwickelten Schwangerschaft
  • zur Bestätigung oder Festlegung des Geburtstermins
  • zur Erkennung von Mehrlingen
  • zur Messung der Nackentransparenz
  • zur Erfassung von Gebärmutter- und Eierstockbesonderheiten


2. Ultraschallscreening zwischen der 20. – 23. Schwangerschaftswoche

  • zur Beurteilung der Entwicklung und Grösse des Kindes
  • zur Untersuchung der kindlichen Organez
  • ur Lokalisation der Plazenta
  • zur Erkennung von gestörten Funktionen oder Organfehlbildungen

 

Einen guten Überblick zum Thema bietet das ausführliche Interview mit Prof. Daniel Surbek auf Swissmom.