Was sind Myome?

Das Myom ist ein gutartiger Muskeltumor der Gebärmutter. Antworten auf die wichtigsten Fragen bezüglich Symptome, Häufigkeit, Diagnose und Behandlung sind unten aufgeführt. Die Kontaktdaten für eine Anmeldung zur Sprechstunde finden Sie hier.

Wie kommt es zur Myombildung?

Als sog. monoklonaler Tumor stammt er von einer einzigen Mutterzelle der Gebärmuttermuskelschicht ab. Verschiedene Faktoren beeinflussen das Wachstum, unter anderem Hormone, wie zum Beispiel das Östrogen.

Wie häufig sind Myome?

Das Myom ist der häufigste gutartige Tumor im Unterbauch der Frau. Betroffen sind vor allem Frauen zwischen dem 35.und 45. Lebensjahr. Circa 20-40 % aller Frauen über 35 weisen diese Diagnose auf, aber nur 25% davon haben Beschwerden. Frauen mit schwarzer Hautfarbe, sowie übergewichtige oder kinderlose Frauen sind häufiger betroffen.

Was sind die Symptome?

Die Symptome hängen primär von der Lokalisation des Myoms und von seiner Grösse ab. Etwa 25 % der Patientinnen mit Myomen sind beschwerdefrei. Die Diagnose wird oft im Rahmen einer Ultraschalluntersuchung gestellt.
Am häufigsten leiden die Patientinnen an Blutungsstörungen (zu lange, zu starke oder schmerzhafte Menstruationen). Die Blutungsstörungen können zu einem Eisenmangel führen.
Grosse Myome können auf den Enddarm oder auf die Blase drücken, was teilweise zu Blasen- oder Stuhlentleerungsstörungen führt. Zudem können sie sich stieldrehen oder akute Schmerzen verursachen.
In sehr seltenen Fällen können sich Myome zu bösartigen Tumoren (= Leiomyosarkom) entwickeln.

Wie beeinflussen Myome eine Schwangerschaft?

Je nach Grösse, Anzahl und Lokalität, können Myome eine Schwangerschaft verhindern oder zu verschiedenen Schwangerschaftskomplikationen führen:

  • Erhöhte Rate an Fehlgeburten
  • Störung der Plazenta-Einnistung
  • Provokation vorzeitiger Wehen
  • Geburtshindernis
  • Atonische Blutung
    (Unvermögen der Gebärmutter sich nach der Geburt zusammenzuziehen)

Wie werden Myome festgestellt?

Bei der gynäkologischen Untersuchung können grosse, subseröse oder submuköse Myome vermutet werden. Mit Hilfe eines abdominalen oder vaginalen (= durch die Scheide) Ultraschall (Abb. a und b) werden die Myome dann diagnostiziert.

Bei dieser Untersuchung werden Anzahl, Grösse und Lage der Myome  genauer bestimmt. In seltenen Fällen, bei sehr grossen oder sehr vielen Myomen, kann die Durchführung einer Magnetresonanztomographie (=MRT) hilfreich sein.
Die Hysteroskopie ( Gebärmutterspiegelung) dient vor allem der Abklärung von submukösen Myomen und der gleichzeitigen Abtragung.

Abb. a
Abb. b

Wie kann man Myome behandeln?

Nur Myome, die Beschwerden (d.h. Blutungen, Schmerzen, Infekte oder Stieldrehung) machen, müssen therapiert werden! 

  • Medikamentöse Therapie
  • Hysteroskopische Therapie
  • Laparoskopische Myomektomie
  • Myomektomie durch Laparotomie
  • Radiologische Embolisation von Myomen