Endometriosezentrum Bern

Endometriose ist eine oftmals fortschreitende Erkrankung, bei der sich Gebärmutterschleimhaut-Inseln ausserhalb der Gebärmutter ansiedeln. Die Krankheit kann die Ursache für starke Schmerzen während der Menstruation sein. Rund 10 - 20% der Frauen weltweit und in der Schweiz sind betroffen, viele davon sind sich dessen nicht bewusst.

In unserem zertifizierten Endometriosezentrum werden Sie rundherum, von einem ersten Gespräch bis zur Therapie, gut betreut. Wir suchen gemeinsam die für Sie beste Lösung. Falls eine Operation notwendig ist, werden in unserem Zentrum die modernsten minimal-invasiven Verfahren angewendet. 

Sprechstunde

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Beratung:             Dr. med. Sara Imboden

Über Endometriose:

Wie entsteht Endometriose? - Definition

Die Endometriose entsteht wahrscheinlich durch retrograde Menstruation. Damit ist gemeint, dass während der Periode ein Teil des Menstruationsblutes über die Eileiter in den Bauchraum fliesst. Dieses Blut enthält lebensfähige Gebärmutterschleimhaut-Zellen (Endometrium), welche am Bauchfell haften und dort anfangen zu wachsen. Etwa 10-20% aller Frauen entwickeln dabei eine Endometriose.

Wo kommen Endometrioseherde vor?

Endometrioseherde könnten überall dort vorkommen, wo das Gewebe durchblutet ist. Im abgebildeten Schema sind die verschiedenen Lokalisatioenen im Bereich des Bauchraumes dargestellt:

1) Normale Gebärmutterschleimhaut
2) Endometriose im Bereich des Eierstockes
3) Endometriose im Bereich des Bauchfelles
4) Endometriose im Bereich des Darmes
5) Endometriose zwischen Darm und Scheide (Septum Rectovaginale)
6) Endometriose im Bereich der Blasenwand
7) Endometriose im Bereich der Haut, meistens in einer alten Narbe, z.B. nach Kaiserschnitt

Warum bemerken es die meisten Frauen nicht?

Die verschiedenen Symptome von Endometriose (starke Schmerzen während der Menstruation, Blutungsstörungen, ungewollte Kinderlosigkeit) werden oftmals als normal angesehen oder anderen Ursachen zugeschrieben.

Typische Symptome der Endometriose:

  • Schmerzen bei der Periode (95%)
  • Chronische Unterbauchschmerzen (85%)
  • Schmerzen bei Geschlechtsverkehr (64%)
  • Chronische Schmerzen im Rücken, lumbal (60%)
  • Schmerzen beim Stuhlgang (44%)

 

Für viele Frauen hat die Endometriose einen negativen Effekt bei der Arbeit, in der Beziehung und für das Selbstwertgefühl. Die Schmerzbehandlung ist oft ungenügend. Die Entstehung der Schmerzen bei der Endometriose ist sehr komplex.

Wie wird Endometriose diagnostiziert? - Diagnose

Die Verdachtsdiagnose einer Endometriose entsteht meistens während dem Gespräch durch Schilderung der Beschwerden, welche oft seit langem bestehen. Erste Hinweise auf eine Endometriose kann eine Tast- und/oder Ultraschalluntersuchung ergeben.

Eine Endometriose kann nur durch eine Bauchspiegelung (auch Laparoskopie genannt) diagnostiziert werden. Diese Operation erfolg unter Vollnarkose und dauert normalerweise knapp eine halbe Stunde. Es ist ein sehr sicherer und unkomplizierter Eingriff, bei dem nur ein kleines Loch für die Instrumente in die Bauchdecke gestochen werden muss.

Während der Bauchspiegelung werden die Endometrioseherde und die befallenen Organe genau beurteilt und es wird eine Gewebeprobe entnommen. Oft ist es möglich, die Endometriose direkt während der Bauchspiegelung chirurgisch zu entfernen.

Wie wird Endometriose therapiert? - Behandlung

Die Therapieform wird für jede Patientin individuell gestaltet und in einem Gespräch mit Ihnen festgelgt. Im Endometriosezentrum der Frauenklinik sind modernste operative Verfahren und alternative Behandlungen möglich.

Medikamentöse Therapie:
Durch die Medikamentöse Behandlung können bei vielen Frauen eine Zeit lang die Schmerzen gemindert und die Neubildung von Endometrioseherden verringert werden. Die Optionen sind vielfältig und werden in unserem Endometriosezentrum individuell angepasst und diskutiert.

Operative Therapie:
Oft können Endometrioseherde direkt bei der Diagnose während der Bauchspiegelung entfernt werden. Die Herde können mit dem Laser verdampft (= evaporisiert) oder ausgeschnitten werden.
In seltenen Fällen, bei abgeschlossener Familienplanung und Ausschöpfung aller anderen Möglichkeiten, muss die operative Entfernung der Gebärmutter, der Eileiter und Eierstöcke in Erwägung gezogen werden.

Alternative Therapien:
Begleitend zu den oben aufgeführten Therapien können alternative Heilmethoden als Unterstützung und Begleittherapie helfen. Welche der zahlreichen Möglichkeiten (Traditionelle Chinesische Medizin, Anthroposophische Medizin, Bioresonanztherapie, Reflexzonentherapie, Akupressur- oder punktur, Aromatherapie, Bäder usw.) zum Erfolg führt ist individuell und ist oftmals eine Frage des Ausprobierens.

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