Die "Pille danach"


Die „Pille danach“ ist ein Hormonpräparat, welches innerhalb von 72 Stunden nach einem ungeschützten oder ungenügend geschützten Geschlechtsverkehr angewendet wird. Je früher die Einnahme erfolgt, umso wirksamer ist das Medikament. Die „Pille danach“ ist eine Notfallmassnahme und kein Verhütungsmittel. Sie reduziert das Risiko für eine Schwangerschaft deutlich.

Die „Pille danach“ kann kurzfristige Nebenwirkungen haben: Blutungsstörungen, selten Übelkeit, Brustspannen oder Kopfschmerzen. In der Regel ist sie gut verträglich. Sie schützt nur einmal, d.h. es besteht kein Schutz bei weiterem ungeschütztem Geschlechtsverkehr!

Sie erhalten die „Pille danach“ rezeptfrei in jeder Apotheke. Die "Pille danach" kann auch in der Frauenklinik verschriben werden: Tagsüber im Zentrum für Familienplanung und nachts und am Wochenende im Notfall der Frauenklinik (Tel. 031 632 10 10). Manche Apotheken verweisen unter 16jährige Mädchen an eine ärztliche Abgabestelle, beispielsweise an die Frauenklinik im Inselspital Bern.

Nach Einnahme der "Pille danach" fühlen sich manche Frauen verunsichert. Sie haben das Bedürfnis nach einer sicheren Empfängnisverhütung. Im Zentrum für Familienplanung der Frauenklinik Inselspital Bern erhalten Sie kostenlose Beratung zu allen Verhütungsmethoden. Gleichzeitig haben Sie die Möglichkeit, sich ein Verhütungsmittel verschreiben zu lassen.

Und was ist mit HIV/Aids oder anderen sexuell übertragbaren Infektionen?