Geburtshilfe / Feto-maternale Medizin

Die klinische Forschung im Bereich Geburtshilfe und feto-maternale Medizin hat zwei Schwerpunkte:

  • Erforschung von Methoden zur Frühentdeckung und Prävention der Präeklampsie (Schwangerschaftsvergiftung) und deren Langzeitfolgen für Mutter und Kind im späteren Leben. In diesem vom Schweizerischen Nationalfonds unterstützen Projekt arbeiten wir eng mit der Nephrologischen Klinik (Prof. Mohaupt) zusammen. Das Projekt ist auch ein Teil des Nationalen Forschungsschwerpunktes SESAM (siehe unten).
  • Forschung mit Stammzellen z.B. aus der Plazenta (Mutterkuchen) zur vorgeburtlichen Therapie von genetischen Krankheiten und zur Therapie der peripartalen Hirnschädigung bei Frühgeburten mittels Stammzelltransplantation. Hier besteht eine Vernetzung mit anderen Forschungsgruppen der Universität Bern (Dr. H.-R. Widmer, Neurochirurgische Klinik, Prof. S. Leib, Institut für Infektiologie, Inselspital), und Kooperationen mit anderen internationalen Forschungsgruppen. Diese Forschung wird unterstützt durch die Eagle Foundation.

Die Forschungsabteilung «Feto-maternale Medizin» stellt sich vor (PDF, 5M)
Forum Gynécologie Suisse 1/11

Forschungslabor Pränatale Medizin

Die Forschung wird einerseits in der Frauenklinik des Inselspitals, und andererseits im Forschunslabor Pränatale Medizin durchgeführt, welches dem Departement Klinische Forschung der Medizinischen Fakultät / Universität Bern angegeliedert ist.

Mitarbeitende im Forschungslabor Pränatale Medizin:

Forschungsleiter:
Prof. Daniel Surbek

Forschungsgruppenmitglieder:
Dr. Andreina Schoeberlein PhD
Dr. Bettina Portmann-Lanz PhD
Dr. Pierre Rollini PhD
Stefan Mohr
Frau Ruth Sager
Dr. Marc Baumann
Dr. Alexander Huber
PD Dr. Luigi Raio

Die Forschung Geburtshilfe / Feto-maternale Medizin erstreckt sich auf weitere Forschungsgebiete und –projekte:

  • SESAM – Projekt Im Rahmen des schweizweiten Forschungsschwerpunktes SESAM (Prof. J. Margraf, Universität Basel) ist unsere Klinik mit zwei Teilprojekten beteiligt: Das eine Projekt untersucht psychosomatische Aspekte der frühen Entwicklung der triadischen Familien-Interaktion, das andere das „fetal programming“ (Langzeitauswirkungen beim Kind) bei pränataler Exposition bei Präeklampsie (siehe auch: www.sesamswiss.ch )
  • Die intrauterine endoskopische Lasertherapie bei komplizierten Zwillingsschwangerschaften. Hier ist die Berner Frauenklinik zur Zeit die einzige Klinik in der Schweiz, welche diese Therapie anbietet. Hier besteht eine Zusammenarbeit mit Dr. P. Dürig und Dr. P. Kuhn, Bern
  • Die Wertigkeit der pränatalen Magnetresonanz-Tomographie (MRT) bei fetalen Fehlbildungen und Plazentapathologien. Diese Studie evaluiert fetalen MRT von 30 prospektiv untersuchten schwangeren Patientinnen mit verschiedenen fetalen Fehlbildungen. Ziel der Studie ist es, zu evaluieren, ob die fetale MRT zusätzlich Informationen zum pränatalen Ultraschall liefert und das weitere geburtshilfliche Vorgehen beeinflusst (Zusammenarbeit mit Dr. H. Bonel, Radiologische Klinik, Inselspital).
  • Progesteronstudie: Gesamtschweizerische randomisierte Multizenterstudie in der Schweiz zur Frage der Wirksamkeit von Progesteron zur Frühgeburtsprävention
  • Klinische Studien zur Therapie bei schwerer Postpartaler Blutung mittels chirurgischer Nahttechniken und Gerinnungsaktivierenden Stoffen (rekombinanter humaner Faktor VII)
  • Prävention der Streptokokken Gruppe B-Sepsis des Neugeborenen: Entwicklung und Prüfung eines PCR-basierten Schnelltests im klinischen Setting (Zusammenarbeit mit Dr. Droz, Mikrobiologie, Inselspital)
  • Klinische Studien zur Optimierung der Geburtseinleitung nach vorausgegangenem Kaiserschnitt
  • Pränatalberatung in der Schweiz: Prospektive Evaluation der Pränatalberatung in der Schweiz im Rahmen einer Multizenterstudie.
  • Bedeutung der dreidimensionalen Echtzeit-Echokardiographie für die vor- und nachgeburtliche Diagnostik, Therapie und Funktionsanalyse angeborener Herzfehler